| |
CIVITAS VETUS IELSAE
Die alte Stadt Jelsa befand sich auf der Halbinsel Gradina. Bis heute erhalten blieb ein Teil der Festungsmauer auf der Westseite der Halbinsel, die sich von der Bucht Mina bis zur Bucht Bočić erstreckte. Die ehemalige Mauer hatte eine Länge von 172 m und 800 m Ummauerung. An der Stelle des ehemaligen Augustinerklosters, von dem die Kirche mit dem Glockenturm aus dem Jahre 1605 erhalten blieb, befindet sich heute der Friedhof von Jelsa.
JOHANNESKIRCHE UND KIRCHENPLATZ
Im Zentrum von Jelsa, unweit der Piazza, liegt der wunderschöne Johannesplatz aus der Renaissance-Barockzeit mit der zugehörigen barocken Kirche. Um den Platz reihen sich alte Steinhäuser mit malerischen Balkonen aus dem 16. Jahrhundert.
MARIA HIMMELFAHRTS-KIRCHE
Die heutige Pfarrkirche, die Maria Himmelfahrts-Kirche, entstand auf den Fundamenten einer frühgotischen Kirche, die 1535 erweitert und befestigt wurde.
Die Sakristei wahrt wertvolles Liturgiezubehör sowie einige Kreuze von künstlerischem Wert. Besonders wertvoll ist das Gemälde "Muttergottes und Folter von Fabian und Sebastian" des flämisch-venezianischen Malers Pieter de Coster.
KIRCHE DER MUTTERGOTTES DER GESUNDHEIT
Die Gelöbnis-Kirche Muttergottes der Gesundheit aus dem Jahre 1535 befindet sich auf der Anhöhe Račić über der Stadt Jelsa, von der sich ein großartiger Blick auf den Hafen von Jelsa bietet. Die Kirche verwahrt Werke von Palma dem Jüngeren, wertvolle Holzskulpturen aus dem 17. und Renaissance-Ikonen aus dem 16. Jahrhundert.
GROTTE VON GRAPČEVO
Auf der Inselsüdseite befindet sich die Grotte von Grapčevo, der bedeutendste vorzeitliche Fundort an der Adria. In der Grotte entdeckte man Anzeichen einer Kultur aus dem 4. Jahrtausend vor Christus, die belegen, dass die dortigen Einwohner die polychrome Keramik vom Ionischen und Ägäischen Meer kannten. Besonders interessant ist der Fund von Fragmenten eines Gefäßes in der Grotte, auf der sich die älteste Darstellung eines Schiffes in Europa befindet. Die Grotte selbst ist reich an Stalaktiten und Stalagmiten und ist in eine große Halle und eine kleinere Halle mit vielen kleinen Zugängen eingeteilt. Die Grotte, die sich 239 m über dem Meeresspiegel befindet, ist aus Jelsa über die griechische Festung Tor zu erreichen, oder von der Südseite aus Gromin Dolac über die Bucht Virak. Der einfachste Weg zur Grotte ist mit dem Auto aus Jelsa bis Humac und dann den Schotterweg entlang bis zur Grotte.
TOR-GRIECHISCHER TURM
Von besonderem archäologischem Wert ist das Denkmal Tor, ein megalithischer viereckiger Turm aus Steinblöcken, die über 2 m hoch sind. Der Turm entstand auf einer früheren illyrischen Ruine. Er befindet sich südöstlich von Jelsa in 230 m Höhe und war im 4. Jahrtausend v. Chr. ein griechischer Aussichtsturm. Aufgrund seiner Lage dominierte er den gesamten Makarska-Kanal bis zur Einfahrt in den Hafen von Stari Grad.
STADT-FESTUNG GALEŠNIK, die Überreste der mittelalterlichen Stadt
Oberhalb von Jelsa in 210 m Höhe und etwas östlich der illyrisch-griechischen Festung Tor befinden sich die Überreste der mittelalterlichen Stadt- Festung Galešnik. Mit einer Breite von 20 m und durch 80 m lange Festungsmauern umgeben, entstand die Stadt auf Fundamenten illyrischer Bauwerke und wurde während der Römer erweitert. Im frühen Mittelalter war die Festung der Zufluchtsort der Adelsfamilie von Galeša Slavogosti, der sich damals gegen die damalige Macht der Venezianer stellte. Letztendlich wurde die Stadt dennoch von den Venezianern erobert und vernichtet.
Diese interessante historische Lokalität, von der sich ein großartiges Panorama auf Jelsa und die umliegenden Orte sowie auf Brač und die Riviera von Makarska bietet, ist zu Fuß aus Jelsa entlang malerischer Wege durch Felder und Olivenhaine zu erreichen. Der Spaziergang führt entlang des alten römischen Pflasterweges bis zur Stadt-Festung.
|
|